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antje35

E-Mail

Köln,
20.03.2005,
16:53 Uhr
 

frage! (Trauer)

[b][/b]hallo........nach 5j noch leide ich unter dem tod meiner kleinen tochter angelina,ich kann kaum reden drüber fühl mich oft allein und suche kontakte zu frauen denen dies auch passiert ist,denn nur sie verstehn mich glaub ich!komm aus köln und bin 35j alt mutti von vier kinder!

Anja19

E-Mail

löhne,
29.03.2005,
18:50 Uhr

@ antje35

frage!

[b]hallo antje. habe meinen sohn im alter von 7 monaten am SIDS verloren. es war der 3 januar 05 als er davon flog. einfach so. ich bin traurig und neben mir. das leben zieht an einem nur so vorrüber und ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Bin 19 jahre und verwaiste mama von einem sohn, mein erster und einziger sohn...

Gabi

E-Mail

Kusterdingen,
30.03.2005,
17:22 Uhr

@ antje35

frage!

Hallo Antje,

auch ich habe vier Kinder. Mein 3. Kind starb vor 11 Jahren im Alter von 3 Monaten am Plötzlichen Säuglingstod. Du schreibst, dass du nicht über den Tod deiner Tochter reden kannst. Gibt es niemand der mit die darüber redet oder schaffst du es einfach von dir aus nicht?

Gabi

Rosi Adolph

E-Mail

Recklinghausen,
03.04.2005,
23:51 Uhr

@ Anja19

frage!

» [b]hallo antje. habe meinen sohn im alter von 7 monaten am SIDS verloren.
» es war der 3 januar 05 als er davon flog. einfach so. ich bin traurig und
» neben mir. das leben zieht an einem nur so vorrüber und ich weiß nicht wie
» es weiter gehen soll. Bin 19 jahre und verwaiste mama von einem sohn, mein
» erster und einziger sohn...

Liebe Anja,
ich habe auch meinen einzigen Sohn verloren. Es ist jetzt 6 1/2 Jahre her und er war 10 Monate alt. Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Es tut mir sehr leid, dass Sie eine so schlimme Erfahrung machen müssen. Ich habe mich genauso gefühlt. Ich bin 35 Jahre alt.
Gruss
Rosi

Rosi Adolph

E-Mail

Recklinghausen,
04.04.2005,
00:14 Uhr

@ antje35

Antwort

Hallo Anje,
der Tod meines Sohnes Florian ist jetzt 6 1/2 Jahre her. Ich hatte immer das Bedürfnis, darüber zu reden und habe es fast jedem erzählt, der mir über den Weg lief. Zum Glück haben viele meiner Freunde das ausgehalten. Ich denke, es hat auch meinen Freunden und Bekannten geholfen, mit mir umzugehen und festzustellen, wie es mir ging. Auch habe ich eine Therapie angefangen und bin momentan wieder in Therapie. Ich denke nicht, dass ich den Tod meines Kindes verarbeitet habe, doch ich habe danach noch zwei Mädchen bekommen, die momentan meine ganze Aufmerksamkeit fordern, sodass ich mich nicht oft damit auseinandersetze. Ich bin auch 35 Jahre und komme aus Recklinghausen. Ich würde mich über ein Kontakt mit Ihnen freuen.
Gruss
Rosi

Britta Gens

E-Mail

12.04.2005,
11:36 Uhr

@ antje35

Antwort

» [b][/b]hallo........nach 5j noch leide ich unter dem tod meiner kleinen
» tochter angelina,ich kann kaum reden drüber fühl mich oft allein und suche
» kontakte zu frauen denen dies auch passiert ist,denn nur sie verstehn mich
» glaub ich!komm aus köln und bin 35j alt mutti von vier kinder!

Hallo Antje,
ich habe meine 1. Tochter vor 8 1/2 Jahren im Alter von 10 Wochen verloren, sie war von Donnerstag bis Sonntag bei meinen Eltern, da ich mit meinem Mann in Berlin war. Sie ist am Sonntagmittag gestorben, 6 Stunden bevor wir zu Hause ankamen. Ich habe von Anfang an sehr viel darüber gesprochen und ich denke, daß ich es ganz gut verarbeitet habe, aber ich habe auch Momente in denen es schwer ist. Ich habe danach noch eine Tochter bekommen, sie ist jetzt 7 1/2 Jahre alt. Wir können gerne auch persönlich Kontakt aufnehmen. Ich wohne in der Nähe von Köln.
Britta Gens

conni(R)

29.04.2005,
23:35 Uhr

@ antje35

frage!

Hallo,
bei uns ist es inzwischen 8 Jahre her und trotzdem sind wir manchmal noch traurig. Ich denke, in einem gewissen Rahmen wird es immer weh tun.Unsere Tochter ist 3Monate alt geworden. Es hat unsere ganze Familie aus der Bahn geworfen(wir hatten schon drei Söhne). Jetzt haben wir noch zwei Töchter und freuen uns jeden Tag über sie. Ich glaube aber auch, dass nur Eltern, die das gleiche erlebt haben, uns verstehen. conni

Susanne

E-Mail

29.05.2005,
13:40 Uhr

@ antje35

frage!

Hallo Antje!
Durch Zufall bin ich hier gelandet. Der Tod meines kleinen Robin liegt noch nicht so lange zurück: Er ist am 15.12.2004 im Alter von 9 Monaten durch den plötzlichen Kindstod gestorben. Es tut so höllisch weh und doch muss ich noch stark genug sein für meine anderen 5 Kinder, denn ich bin alleinerziehend.... Nun suche ich Kontakt zu Menschen, die diese Schmerzen verstehen nachvollziehen können und mir vielleicht einen Tipp geben können, wie ich mit diesen Schmerzen besser leben kann.
Viele Grüße von Susanne (39j) aus Darmstadt


» [b][/b]hallo........nach 5j noch leide ich unter dem tod meiner kleinen
» tochter angelina,ich kann kaum reden drüber fühl mich oft allein und suche
» kontakte zu frauen denen dies auch passiert ist,denn nur sie verstehn mich
» glaub ich!komm aus köln und bin 35j alt mutti von vier kinder!

Hildegard Jorch(R)

E-Mail

Münster,
30.05.2005,
12:23 Uhr

@ Susanne

frage!

Hallo Susanne,
vielleicht findest du am ehesten Kontakt zu Eltern in der Nähe, wenn Du Dich an den GEPS-Landesverband Hessen wendest.
Hier die Adresse
GEPS Hessen e.V.
Anschrift: Manuela Krebs
Am Kalkberg 17a
34633 Ottrau
Telefon: 06628 / 80 12 (privat)
Fax:
Email: gepshessen@t-online.de

Es werden von den Landesverbänden der GEPS auch Elterntreffen für Betroffene veranstaltet und der Landesverband kann Dir vielleicht auch aus seiner Eltern-helfen-Eltern-Liste betroffene Eltern in Deiner Nähe nennen, mit denen Du Kontakt bekommen kannst.
Schau auch mal auf den Link "Wer wir sind", dort findest Du och mehr Infos zu den Landesverbänden der GEPS.

Ganz liebe Grüße und viel Kraft, auch für Deine große Familie

Hildegard Jorch


P.S. Ich bin übrigens auch Mutter von 6 Kindern.

---
Präsidentin der GEPS- Deutschland e.V.
Vorsitzende der GEPS-NRW e.V.

Sabine34

E-Mail

Bad Soden Salmünster,
06.09.2005,
01:34 Uhr

@ Anja19

frage!

Hallo Anja,
ich war auch noch sehr jung (22 Jahre), als ich 1993 mein erste Kind (ein Sohn) im Alter von 4 Monaten verlohren habe. Mir kommen heute noch die tränen wenn ich an ihn denke. Ich war ziemlich fertig, und habe im Leben keinen Sinn mehr gesehen. Mein Mann hat mich damals wieder aufgebaut, so das wir uns entschlossen haben noch Kinder zu bekommen. So wurde ich 4 Monate nachdem mein Julian gestorben war schwanger und bekam eine Tochter. In dem Krankenhaus wo sie geboren wurde, ried mir der Kinderarzt von einem Monitor ab. Am Abend ihres 1. Lebenstages kam der Arzt zu mir und teilte mir mit, das meine Tochter eine Neugeborenensepsis hat und ins nächste Kinderkrankenhaus verlegt werden müßte. Ich war da wieder mit den Nerven am Ende, bin ihr dann aber schnellst möglich gefolgt. Dort lernten wir einen sehr netten Arzt kennen, der sofort meinte, das es kein Problem ist einen Monitor für unsere Tochter zu bekommen. So geschah es dann auch... wir hatten den Monitor und viele Fehlalarme....
2 Jahre nach unsere Tochter bekamen wir noch einen Sohn. Da haben wir an die ganzen Fahlalame gedacht, die auch unsere Tochter nervös gemacht haben und entschlossen uns keinen Monitor zu nehmen. Es ging alles gut. Als unser Sohn dann 1 1/2 Jahre war bekamen wir noch einen Sohn. Wie beim Kind zuvor ließen wir den Monitor weg. Das bereue ich noch heute, denn auch dieses Kind (Kenneth) starb mit 3 1/2 Monaten. Danach habe ich noch 2 Söhne bekommen und jedes mal ließ ich mir vom Kinderarzt einen Monitor verschreiben. Diese Monitore waren auch nicht so empfindlich gegenüber den Fehlalamen. Jetzt habe ich noch eine Tochter im Alter von 2 Monaten, und benutze auch wieder einen Monitor!
Die Angst das was passiert ist immer da. Ich schaue, troz Monitor nach ihr, ob sie noch atmet. Auch bei meinen anderen Kindern (10 J., 8 J., 5 J., und 2 Jahre habe ich Angst, das was passiert. Die Verlußte sind einfach zu groß um noch welche zu bekommen.
Ich mußte mich selber überwinden, meine älteste alleine weggehen zu lassen.
Auf der anderen Seite ist es ein unheimliches Glücksgefühl, zu sehen wie meine anderen Kinder aufwachsen. Natürlich haben auch Julian und Kenneth immernoch ein Platz bei uns in der Familie. Sie werden auch von unseren anderen Kindern immer mitgezählt. Meine Große sagt immer "wir sind 5 Kinder, aber eigendlich 7, denn 2 Brüder sind gestorben".
Du bist auch noch so jung, und ich weiß aus Erfahrung das man über den Tod des eigenen Kindes nicht hinweg kommt. Aber ich möchte Dir mit meiner Geschichte sagen, das man auch noch viel schönes erleben kann. Auch wenn Du Dir das im Moment noch nicht vorstellen kannst. Dein Sohn kann Dir keiner ersetzen!!! Mir wurde immer gesagt, ich könne ja immer noch Kinder bekommen, dann würde ich über den Tod vn Julian hinwegkommen. Tatsache ist, ich bekam noch Kinder, weil ich es wollte, aber nicht um Julian oder Kenneth zu ersetzten!!! Jedes lächeln, oder das sie etwas lernen (zB. laufen,...) bringt mir Freude und jedesmal denke ich, was wäre wohl aus Julian (am 21.08.95 geboren & am 25.12.95 gestorben) und aus Kenneth (am 15.08.98 geboren & am 08.12.98 gestorben)geworden, wie sähen sie wohl heute aus, wie wären sie in der Schule,... ? Halt alles alltägliche was ich mit meinen anderen Kindern erlebe!!! Die 2 werden immer in meinem Herzen sein, die 2 süßen, jeder mit seiner eigenen Persönlichkeit trotz den paar Monaten die sie lebten!
Ja das ist meine Geschichte. Ich hoffe, sie hilft Dir etwas weiter. Außerdem wünsche ich Dir, Anja alles Gute, viel Verständnis in Deiner Umgebung und das Du viel über Deinen Sohn erzählen kannst, er ist auch eine eigene Persönlichkeit, der es zusteht nicht vergessen zu werden!!!

Viele Grüße
Sabine

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