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Maximo(R)

E-Mail

14.12.2012,
11:47 Uhr
 

Die Angst hört nicht auf... (Prävention)

Hallo,

nun muss ich hier doch mal unsere Geschicht aufschreiben, da mich die Angst auffrißt und ich mit Niemandem darüber reden kann. Auch wenn es lang wird.
Mein Sohn ist nun mittlerweile ein Jahr alt geworden. Das ist ja schon einmal gut. Ich überwache seinen Schlaf mit dem Snuza seit er 2 Monate alt ist. Nachdem ich meinen Schlaf vom Ende der Schwangerschaft und nach dem Kaiserschnitt (bei 40+2) etwas nachgeholt hatte (war eigentlich tagelang durchgängig wach), habe ich ständig geschaut oder gefühlt ob er noch atmet und ihn auch mal wachgerüttelt, als ich keine Atembewegungen mehr ertasten konnte.
Ich hatte also auch keinen Schlaf. Diese Angst kam wohl daher, dass mein Sohn die Tage nach der Geburt einen zu niedrigen Puls hatte und ein Herzgeräusch festgestellt worden war. Wir waren 6 Tage lang nach dem Kaiserschnitt im Krankenkaus und er wurde im Schlaf immer wieder an die Überwachung gehangen. Nach Entlassung (der Puls hatte sich endlich normalisiert) wurde er direkt vom Kinderkardiologen untersucht. Er hatte eine Öffnung zwischen den Herzvorkammern und eine Aortaverengung, diese sich nun mit einem Jahr völlig verwachsen hat. Die Öffnung und das Herzgeräusch gibt es aber weiterhin.
Ich dachte nun wird alles gut. Beim Snuza gab es (meiner Ansicht nach) nur Fehlalarme, weil er sich gelöst hatte bzw. nicht mehr fest an der Windel saß. Ich kenne mich nach 10 Monaten wirklich gut mit der Handhabung aus. Mein Sohn schlief seit er sieben Monate alt war meist auf der Seite und dann so ab 10 Monaten auch mal öfter auf dem Bauch. Wenn mal Alarm war, hat er sich auch immer bewegt. Zumindest sobald ich ihn berührt habe. Nun habe ich ihn ca. 1 Woche vor seinem 1. Geburtstag gegen MMR und Windpocken impfen lassen, weil er zur Eingewöhnung in die Krippe gekommen ist. Auf die Impfung hat er mit Abgeschlagenheit/Müdigkeit, fehlenden Hunger, erhöhter Temperatur, geschwollenen Lymphknoten und Bauchkrämpfen reagiert. Eine Erkältung haben wir auch bekommen. Mein Sohn ist auch sehr dünn, obwohl er gut isst. Er wiegt gerade mal ca. 8.900 g bei 79 cm. So, jedenfalls in der 9. Nacht nach der Impfung ging der Snuza-Hauptalarm in der Nacht um 2:00 Uhr los. Ich sofort aus dem Bett gesprungen und ihn auf den Rücken gedreht (er schläft in seinem Bett direkt neben mir). Er hatte zur Seite, aber halb nach unten geneigt gelegen, so dass der Snuza schon mal den Kontakt verlieren kann. Aber er reagierte nicht. Ich rüttele ihn etwas - keine Reaktion, ich rüttele ihn stärker und rufe seinen Namen - keine Reaktion, ich rüttele ihn ein drittes Mal und rufe noch lauter seinen Namen (der Alarm piept derweil die ganze Zeit) - endlich bewegt er sich nur ganz wenig und macht die Augen halb auf. Ich etwas erleichtert mache den Schlafsack auf und stelle den Alarm ab und prüfe den Sitz des Snuza und mache ihn gleich wieder an. Das macht man alles schon so im Unterbewußtsein. Ich lege mich wieder hin, der Snuza klickt gleichmäßig und ich fange an zu denken. Wie kann der Alarm losgehen, wenn der Snuza fest sitzt? Warum hat er nicht reagiert? Habe ich ihm gerade das Leben gerettet? Die ganze weitere Nacht ist nichts mehr passiert, obwohl ich nichts verändert habe und mein Sohn in allen möglichen Positionen geschlafen hat. Und da fällt mir ein, in den letzen höchstens 4 Wochen vorher war mindestens zweimal der Weckton des Snuza angegangen, welcher warnt, dass 3 Mal hintereinander weniger als 8 Mal pro Minute geatmet wurde. Das war vorher auch nie passiert.
Mit 3 Monaten waren wir auch mal ein paar Tage in der Klinik, weil er einen Anfall hatte, durch das Fiebermessen, wo er kurz nicht mehr reagiert hatte, mit starren Augen dalag und etwas blau marmoriert angelaufen ist. Da ist nichts gefunden worden. Er war dann auch am Monitor angeschlossen (es wurde aber nichts aufgezeichnet oder so) und der Blutdruck war zu hoch. Das ist aber wieder weggegangen. Es gab viele Alarme. Ich bin bald durchgedreht. Der Puls ist z.B 2 Mal in der Nacht unter 80 gefallen und einmal hat die Atmung für etliche Sekunden tagsüber im Schlaf ausgesetzt. Ich stand gerade neben dem Bett und habe ihn versucht zu wecken. Das ist mir auch erst nach mehrmaligen rütteln gelungen. Es war die ganze Zeit eine Linie bei der Atmung. Erst als er wach wurde, setzte die Atmung wieder ein. Es hat aber dort Niemanden interessiert...
Nun meine Fragen: Bin ich hysterisch? Was kann ich machen? Kann er wirklich einen Atemaussetzer gehabt haben oder kann es sein, dass er sich so schlecht aufwecken lässt? Ich traue mich nicht, mit den Kinderärztinnen darüber zu sprechen, denn die würden mich sicher für paranoid halten. Vor allem, weil mein Sohn ja nun schon ein Jahr alt ist. Das Problem ist, er ist nun in der Krippe und ab nächste Woche soll er den Mittagsschlaf mitmachen. Ich sterbe vor Angst und bin total verzweifelt! Ich hoffe sogar er kann dort nicht einschlafen, bis ich ihn dann schon wieder abhole. Muss leider ab Mitte Januar wieder Teilzeit arbeiten gehen.
Mein Mann ist mir keine große Hilfe, obwohl ich ihn mit meiner Paranoia schon etwas angesteckt habe und er manchmal schon fragt, ob er den SNUZA auch dran hat. Aber Männer reden nicht gerne über so etwas.
Es ist so lang, aber vielleicht liest es jemand durch und kann meine Angst verstehen oder mir irgendwelche Ratschläge geben. Ich musste es mir mal von der Seele schreiben.

mamavonlina(R)

14.12.2012,
17:09 Uhr

@ Maximo
 

Die Angst hört nicht auf...

Hallo,
Ich überwache meine Tochter auch mit dem Snuza seit sie 2 1/2 Monate ist weil ich einmal beim wickeln extreme Probleme hatte sie zu wecken. Sie ist jetzt fast 9 Monate alt und schläft auch oft auf der Seite oder halb auf dem Bauch. Wir haben mittlerweile auch so gut wie jede Nacht mindestens einen Alarm. Kenn das gut dass ich im halbschlaf ganz automatisch den Snuza aus mache. Gestern Abend ging der HauptAlarm kurz nachdem ich sie hin gelegt hab los. Es gab keine Erklärung da sie auf dem Rücken lag und das Angel Care hat auch keinen Alarm gegeben. Manchmal ist es komisch. Letzte Woche hatten wir immer wieder Alarm noch bevor sie richtig einschlafen konnte. Sie war total durch den Wind und hat geweint. Der Snuza war völlig verrutscht und ich hab ihn dann ab gemacht. Sie war bei mir im Bett und ich hab sie auf den Bauch gelegt weil ich dachte sie hat Bauchweh und sie schlief leider sofort ein. Toll! Erste Nacht auf dem Bauch, in meinem Bett und ohne überwachung. Hab sie aber schlafen lassen weil ich sie nicht wecken wollte. Hab jetzt ne kleinere WindelGröße für Nachts und dadurch haben wir seltener Alarm.
Unterm Strich will ich dich etwas beruhigen. Ich hatte die ersten 4 Monate nie Alarm und es wird immer mehr je Älter sie wird und sich im Schlaf mehr bewegt, dass ist normal.
Allerdings klingt die Vorgeschichte schon nicht so harmlos. Als dein Sohn die Atempausen am Monitor hatte ist da auch die O2 Sättigung abgefallen? Kannst du in der Krippe die Erzieher bitten den Snuza bei deinem Sohn zu nehmen?
Liebe Grüße

Maximo(R)

E-Mail

15.12.2012,
13:22 Uhr

@ mamavonlina
 

Die Angst hört nicht auf...

Hallo mamavonlina,

danke für Deine Zeilen.
Ich weiß leider nicht, ob damals die Puls-Oxi abgefallen ist. Darauf habe ich in dem Moment nicht geachtet. Ich habe nur auf den Atemlinie und mein Kind geschaut und es versucht zu wecken.
In der Kinderkrippe würden die mich für total bescheuert halten. Ausserdem wohnen wir in einem kleinen Dorf. Und beim Mittagsschlaf ist gar niemand mehr von denen mit im Zimmer. Nur bis alle eingeschlafen sind. Ich habe nachgefragt. Das ist für mich übrigens auch eine Verletzung der Aufsichtspflicht, oder sehe ich das falsch. Sie würden also gar nicht hören, wenn was ist. Oder ein Alarm würde die anderen Kinder wecken. Die haben mir nicht mal gesagt, dass er in seine Stapelbecher gefallen ist. Ich habe es dann gesehen, als ich ihn abgeholt habe und er einen blauen Streifen über der Augenbraue bekommen hat. Habe dann am nächsten Tag nachgefragt und da waren sie ganz betroffen, dass ich es mitbekommen habe. Sie haben vergessen es zu sagen. Klar, wo er gerade in der Eingewöhnung ist und ich immer nachfrage, wie es war. Also ich wollte an dem Beispiel nur zum Ausdruck bringen, dass man sich auf die Erzieherinnen (ist glaub ich nur die Leiterin wirklich eine) sowieso nicht verlassen kann und sie sehr oberflächlich sind, obwohl sie meist zu Viert sind für maximal 12 Kinder. Na ja, aber das nur nebenbei. Macht es aber nicht einfacher. Mein einziger Trost ist, dass beim Mittagsschlaf noch nie der Alarm losgegangen ist, außer der Snuza ist abgefallen, hing nur noch lose dran oder mein Sohn hat ihn abgemacht und danebengeworfen als er wach wurde. Ich habe ihn da nicht an der Windel, sondern nur an Hose oder Strumpfhose.

LG

mamavonlina(R)

16.12.2012,
14:26 Uhr

@ Maximo
 

Die Angst hört nicht auf...

Hallo,
ich komme auch aus einem kleinen Dorf und kann dich gut verstehen. Allerdings sollte Jemand anwesend sein wenn Kinder unter 2 Jahren schlafen. Als Mutter willst du ja beruhigt auf Arbeit gehen und dir nicht ständig Sorgen machen müssen. Meine Kleine wird vom Snuza Alarm meistens auch nicht wach. Nicht mal wenn ich sie halb ausziehe um den Alarm abzustellen. Allerdings habe ich auch nie versucht sie zu wecken weil sie immer atmet und keine auffällige Gesichtsfarbe hat. Als dein Sohn damals blau wurde, wurde das dem HerzProblem zugeschrieben?
Meine Tochter lag auch schon mal 2 Nächte am Monitor. Das hat mir sehr bei meiner Angst geholfen. Gäbe es für Euch die Möglichkeit auch nochmal am Monitor überwacht zu werden? Ich habe damals mit eigenen Augen gesehen das die Atemfrequenz meiner Tochter stark gefallen ist aber die O2 Sättigung konstant geblieben ist. Das ist das Wichtigste.
Liebe Grüße

LiFa(R)

16.12.2012,
21:10 Uhr

@ Maximo
 

Die Angst hört nicht auf...

Hallo,
vertraust Du Deinem Kinderarzt bzw. –ärztin? Ist er / sie ein Mensch, mit dem man gut reden kann, der einfühlsam und verständnisvoll reagiert? Falls ja, würde ich einen Termin vereinbaren, die Problematik schildern und ihn / sie um Rat bitten.
Meine Tochter hat auch gerade die MMR-Impfung bekommen und wir machen ebenfalls gerade das volle Programm mit Erkältung, Fieber und übler Laune durch. Habt ihr die Windpocken mitimpfen lassen?
Vielleicht weiß auch Frau Jorch Rat….

LiFa(R)

16.12.2012,
21:22 Uhr

@ LiFa
 

Die Angst hört nicht auf...

Ah, man sollte immer bis zum Schluss lesen ;-). Ich würde mir dennoch ein Herz fassen und Deine Ärztin ansprechen. Du kannst ja die Situation schildern ohne gleich die Vermutung „Near SIDS“ zu äußern. Ggf. kann man auch den Snuza einfach weglassen: dann sagst Du z.B., dass Du kurz an der Stirn fühlen wolltest, ob das Kind Fieber hat und Du dabei bemerkt hast, dass es nicht atmet und sich auch nicht rührt. Besser man geht einmal zu oft zum Arzt…
Manchmal haben die sogar mehr Verständnis als man denkt. Als es bei meiner Tochter mehrfach Angel Care Alarm gab, habe ich mich auch fast nicht getraut zu meinem Arzt zu gehen – er hat mich dann aber wider Erwarten doch sehr einfühlsam und fachlich gut beraten.
Deine Sorgen wegen dem Mittagsschlaf in der Krippe kann ich total nachvollziehen. Wir haben uns schon so an das AC gewöhnt, dass ich meine Kleine auch nicht mehr ohne schlafen lassen will bzw. es erst nach dem 2. Geburtstag weglassen werde.

Maximo(R)

E-Mail

09.01.2013,
22:03 Uhr

@ LiFa
 

Die Angst hört nicht auf...

Danke für Eure Zeilen.
Freut mich LiFa, dass Du doch noch bis zum Schluss gelesen hast. :-)

Ich finde es auch schade, wie schon Einige andere geäußert haben, dass man so wenige Antworten bekommt, obwohl Hunderte den Beitrag lesen. Viele interessiert es, aber nur ganz wenige schreiben etwas dazu.

Mittlerweile ist mein Sohn 13 Monate alt und ich bin um jeden weiteren Monat sehr froh, obwohl es sehr schade ist, dass man diese Zeit nicht so richtig geniessen kann, denn sie kommt nicht wieder.
Vor einer Woche hat er seine 2. MMRV Impfung bekommen. Wie es bei der 1. Impfung war, ist es bisher nicht. Dafür ißt er zur Zeit wie eine neunköpfige Raupe. Einmal hat er nachts 2 Flaschen Milch getrunken und 2 kleine Joghurt-Frucht-Becher gegessen und war dann 3 Stunden mitten in der Nacht hellwach. Er hat wohl gerade einen Entwicklungsschub.
Die Ärztin habe ich bisher nicht angesprochen. Sie wollte auch nichts von Nebenwirkungen durch Impfungen wissen.
Bisher gab es keinen Snuza-Alarm mehr.

Diese Woche hat er die ersten Male in der Krippe geschlafen. Ich bin fix und fertig und muss mich ablenken, um nicht dran zu denken. Geschockt war ich, als ich gestern in die Krippe kam um ihn abzuholen und er schlief noch: Sein (Reise)bett stand im Gemeinschaftsraum, weil er lange nicht einschlafen wollte und über ihm ein circa 20 bis 30 cm dicke Schicht aus einer Decke gestapelt, die ihm nicht gehört. Innerlich habe ich einen Anfall bekommen und gefragt, was denn diese Decke auf ihm soll, denn er soll ja ihm Schlafsack schlafen. Ach, die habe man ihm drüber getan, damit er nicht friert. Hääh!?
Seinen Schlafsack hatte er aber auch noch an und seine kompletten Sachen drunter an. Was sagt man dazu!? Er hatte schon ganz rote Wangen. Und ein großes Kuscheltier, welches ihm auch nicht gehört, lag auch noch mit im Bett. Jetzt denke ich, die wollen ihn unbedingt umbringen. Wie ignorant und unaufgeklärt muss man denn als Krippenmitarbeiterin sein?! Ich habe mir jedenfalls verbeten, dass nocheinmal eine Decke auf ihn gelegt wird. Am nächsten Tag auch noch mal.

Ich lese weiterhin Sachen über SIDS und versuche herauszubekommen, wie hoch das Risiko im 2. Lebenjahr noch ist. Trotz der Fälle, die im 2. Lebensjahr beschrieben werden, kommt es doch insgesamt nur sehr selten vor. Ich habe gelesen 2-6 Prozent passieren im 2. Lebensjahr. Jeder Fall ist natürlich einer zuviel und unendlich traurig, das ist klar. Man wird aber panisch, wenn man z.B. hier von 4-5 Fällen hintereinander liest und dann denkt: oh, kommt es doch so häufig vor, ist es gar nicht so selten. Aber hier schreiben nun mal die, denen es passiert ist... Nur hilft mir das auch nicht weiter, da man nicht weiß, wer die Wenigen sein werden. Es kann jeden treffen. Ich kann damit nicht abschließen. Zumindest die nächsten 11 Monate nicht.

Hildegard Jorch(R)

E-Mail

Münster,
09.01.2013,
23:23 Uhr

@ Maximo
 

Die Angst hört nicht auf...

Hallo Maximo,
ich denke, wir sollten mal telefonieren: 0251/862011. Schreib mir mal Deine Tel-Nr. per Mail, dann ruf ich Dich auf meinen langen beruflichen Autofahrten an und wir haben genug Zeit zum Sprechen.
Wenn ich Deine Geschichte lese, denke ich, dass Dein Sohn schon ein ALE hatte, als er sich so sehr schwer wecken ließ und dass es daher berechtigt ist, ihn zumindest mit dem AC oder dem Snuza zu überwachen.
Desweiteren würde ich gern mit Eurer Kita bzw. mit Eurem Jugendamt Kontakt aufnehmen und schauen, ob man vielleicht in Eurer Gegend eine Fortbildung für die ErzieherInnen in den Kitas organisiert, ganz unabhängig von Deinem Sohn, damit sie alle besser Bescheid wissen, wie sie sich mit Kindern unter 2 Jahren zu verhalten haben.
Und zu Deiner Frage: Insgesamt sterben derzeit ca 250-260 Kinder insgesamt in den ersten beiden Lebensjahren am SID, davon sind es ca 180-200 im ersten Lebensjahr und 50-60 im zweiten. Also ist das Risiko im 2.LJ schon deutlich geringer.

Viele Grüße aus Münster

Hildegard Jorch

---
Präsidentin der GEPS- Deutschland e.V.
Vorsitzende der GEPS-NRW e.V.

mamavonlina(R)

10.01.2013,
09:29 Uhr

@ Hildegard Jorch
 

Die Angst hört nicht auf...

Hallo Maximo
Das klingt ja furchtbar! Sowas fällt ja schon unter versuchten Mord! Wie kalt denken ein denn das es in dem Aufenthaltsraum ist? So dick pack ich meine Tochter nicht mal im Kinderwagen ein. Und das wo du so schon genug Angst hast. Gut das Frau Jorch sich da einschalten möchte. So Jemanden darf man doch nicht an kleine Kinder lassen!
Liebe Grüße

Maximo(R)

E-Mail

11.01.2013,
09:15 Uhr

@ Hildegard Jorch
 

Die Angst hört nicht auf...

Hallo Frau Jorch, vielen Dank noch einmal für Ihre Antwort. Ich habe Ihnen ja schon eine email geschickt und hoffe, dass wir bald mal miteinander telefonieren können.

Ich schreibe hier weiter im Forum, damit alle lesen können, wie es weitergeht.
Interessiert vielleicht Manche. Mich würde es jedenfalls interessieren.

Wenn das wirklich klappen würde, dass die Kita-Mitarbeiter eine Fortbildung machen könnten/müssten/würden, dass wäre total super. Ich kann es mir aber gar nicht so recht vorstellen.

Habe gar nicht gedacht, dass es doch noch so viele Kinder im 2. Lebensjahr trifft. Die Information hat jetzt nicht gerade zu meiner Beruhigung beigetragen. Ganz im Gegenteil.

Ich finde, dass in den Basisinformationen des GEPS zum plötzlichen Säuglingstod drinstehen sollte, dass SIDS bis zum Ende des zweiten Lebensjahres auftritt. Und die Häufigkeit ist doch nicht 1 von 1000 sondern 1 von 2000 Kindern, also ca. 0,4 Promille.

Zur Krippe: Heute früh, als ich meinen Sohn in der Krippe abgegeben habe, musste ich mit Entsetzen feststellen, dass die eine (Teilzeit)Betreuerin nach Zigarettenqualm stank, als ich ihr meinen Sohn in die Arme gegeben habe. Das mag vielleicht für andere nicht schlimm klingen, weil sie raucht ja sicherlich nicht in der Nähe der Kinder (obwohl, ich traue denen langsam alles zu; wahrscheinlich wenn sie gerade draussen sind). Trotzdem können die Kinder doch auch über das, was der Atemluft, Haut und Kleidung noch anhaftet die Gifte abbekommen. Also ich habe auch mal geraucht (Jugendsünde sozusagen). Habe aber schon Jahre, bevor ich schwanger wurde aufgehört und ich war absolut kein Kettenraucher. Ich würde nie rauchen, wenn ich mit Kindern zu tun habe! Finde ich unverantworlich! Mein Mann hat glücklicherweise nie geraucht. Jedenfalls treiben die mich dort komplett in den Wahnsinn, auch mit anderen Sachen, die mit dem Thema hier aber nichts zu tun haben.

@mamavonlina: Du sagst es - mit versuchtem Mord kann man das gut umschreiben.
Gut, dass auch andere das so empfinden, auch wenn es übertrieben klingt.

Viele Grüße

mamavonlina(R)

12.01.2013,
12:30 Uhr

@ Maximo
 

Die Angst hört nicht auf...

Hallo Maximo,
Ja es interessiert mich sehr wie es bei dir weiter geht. Ich bin leider in der selben Situation dass ich meine Kleine mit einem Jahr in die Krippe geben muss um wieder arbeiten zu können. Ich weiß noch gar nicht wie ich das übers Herz bekommen soll, hab mich so daran gewöhnt den ganzen Tag mit ihr zu verbringen. Aber wenn ich dann noch deine Geschichte lese werde ich noch ängstlicher. Wie soll man sich auf die Arbeit konzentrieren wenn man sein Kind nicht in guten Händen weiß? Zumal es ja auch so ist dass man über einen Kita Platz dankbar sein muss und nicht einfach wechseln kann.
Wenn man als Erzieher arbeitet sollte nicht rauchen Pflicht sein! Ich sehe das zwar nicht so eng da mein Freund auch raucht (natürlich nur draußen und bevor er an die Kleine geht ist Hände waschen Pflicht) Aber viele Eltern finden es zu Recht widerlich vor allem wenn man selber nicht raucht. Und Kinder haben feine Nasen.
Ich hoffe dass sich die Probleme bei Euch geben und dein kleiner Mann doch noch gut aufgehoben ist!
Liebe Grüße und schreib mal was raus gekommen ist.

rici(R)

Heilbronn,
13.01.2013,
19:43 Uhr

@ Maximo
 

Die Angst hört nicht auf...

»
» Zur Krippe: Heute früh, als ich meinen Sohn in der Krippe abgegeben habe,
» musste ich mit Entsetzen feststellen, dass die eine (Teilzeit)Betreuerin
» nach Zigarettenqualm stank, als ich ihr meinen Sohn in die Arme gegeben
» habe. Das mag vielleicht für andere nicht schlimm klingen, weil sie raucht
» ja sicherlich nicht in der Nähe der Kinder (obwohl, ich traue denen langsam
» alles zu; wahrscheinlich wenn sie gerade draussen sind). Trotzdem können
» die Kinder doch auch über das, was der Atemluft, Haut und Kleidung noch
» anhaftet die Gifte abbekommen. Also ich habe auch mal geraucht (Jugendsünde
» sozusagen). Habe aber schon Jahre, bevor ich schwanger wurde aufgehört und
» ich war absolut kein Kettenraucher. Ich würde nie rauchen, wenn ich mit
» Kindern zu tun habe! Finde ich unverantworlich! Mein Mann hat
» glücklicherweise nie geraucht. Jedenfalls treiben die mich dort komplett in
» den Wahnsinn, auch mit anderen Sachen, die mit dem Thema hier aber nichts
» zu tun haben.
»
» @mamavonlina: Du sagst es - mit versuchtem Mord kann man das gut
» umschreiben.
» Gut, dass auch andere das so empfinden, auch wenn es übertrieben klingt.

Ich schätze an diesem Forum sehr, dass man einander respektvoll und wohlwollend begegnet. Niemand wird stigmatisiert oder abgeurteilt.
In diesem Sinne, denke ich, sollte man auch mit Erzieherinnen umgehen. Ich kann Deine Angst sehr gut nachfühlen (hab schließlich um mein eigenes Kind auch genug gebangt...) und ich finde es sehr wichtig, dass Du mit den Frauen, die Deinen Sohn in der Einrichtung betreuen darüber sprichst. Meiner Erfahrung nach ist es dabei sehr hilfreich, wenn man sich bemüht (und das ist nicht einfach, weil Angst schließlich eine Emotion ist) das ganze auf einer möglichst sachlichen Ebene zu besprechen. Z.B. das bei der GEPS zu beziehende Infomaterial kann dabei sehr hilfreich sein. Grundsätzlich denke ich aber, dass wir davon ausgehen können, dass keine Erzieherin mutwillig irgendein Kind, das ihr anvertraut wird, schädigen will. Und es steht uns auch nicht zu darüber zu urteilen, wie ein Mensch sich sein Leben einrichtet oder nicht - ganz egal, ob es um rauchen geht oder ab welchem Alter man sein Kind fremdbetreuen lässt...
Ich möchte Dir mit meinem Beitrag hier Mut machen, Dich klar zu positionieren - Du bist die Mutter Deines Sohnes. Du kennst ihn am Besten, Du hast die Verantwortung für ihn, Du darfst entscheiden. Und jede Erzieherin lernt genau das in ihrer Ausbildung und wird Dich so respektieren. Sicher sind oft Gewohnheiten da, die nach einmal Reklamieren nicht verändert werden. Meine Erfahrung ist aber, wenn man in einer ruhigen Situation sachlich und klar formuliert, was einem wichtig ist und auch in Kauf nimmt hin und wieder noch einmal daran zu erinnern, sind Erzieherinnen durchaus in der Lage diese Wünsche - vorrausgesetzt sie lassen sich in die institutionellen Vorraussetzungen integrieren - zu respektieren und umzusetzen.

Maximo(R)

E-Mail

14.01.2013,
00:07 Uhr

@ rici
 

Die Angst hört nicht auf...

» »
» » Zur Krippe: Heute früh, als ich meinen Sohn in der Krippe abgegeben
» habe,
» » musste ich mit Entsetzen feststellen, dass die eine
» (Teilzeit)Betreuerin
» » nach Zigarettenqualm stank, als ich ihr meinen Sohn in die Arme gegeben
» » habe. Das mag vielleicht für andere nicht schlimm klingen, weil sie
» raucht
» » ja sicherlich nicht in der Nähe der Kinder (obwohl, ich traue denen
» langsam
» » alles zu; wahrscheinlich wenn sie gerade draussen sind). Trotzdem
» können
» » die Kinder doch auch über das, was der Atemluft, Haut und Kleidung noch
» » anhaftet die Gifte abbekommen. Also ich habe auch mal geraucht
» (Jugendsünde
» » sozusagen). Habe aber schon Jahre, bevor ich schwanger wurde aufgehört
» und
» » ich war absolut kein Kettenraucher. Ich würde nie rauchen, wenn ich mit
» » Kindern zu tun habe! Finde ich unverantworlich! Mein Mann hat
» » glücklicherweise nie geraucht. Jedenfalls treiben die mich dort komplett
» in
» » den Wahnsinn, auch mit anderen Sachen, die mit dem Thema hier aber
» nichts
» » zu tun haben.
» »
» » @mamavonlina: Du sagst es - mit versuchtem Mord kann man das gut
» » umschreiben.
» » Gut, dass auch andere das so empfinden, auch wenn es übertrieben
» klingt.
»
» Ich schätze an diesem Forum sehr, dass man einander respektvoll und
» wohlwollend begegnet. Niemand wird stigmatisiert oder abgeurteilt.
» In diesem Sinne, denke ich, sollte man auch mit Erzieherinnen umgehen. Ich
» kann Deine Angst sehr gut nachfühlen (hab schließlich um mein eigenes Kind
» auch genug gebangt...) und ich finde es sehr wichtig, dass Du mit den
» Frauen, die Deinen Sohn in der Einrichtung betreuen darüber sprichst.
» Meiner Erfahrung nach ist es dabei sehr hilfreich, wenn man sich bemüht
» (und das ist nicht einfach, weil Angst schließlich eine Emotion ist) das
» ganze auf einer möglichst sachlichen Ebene zu besprechen. Z.B. das bei der
» GEPS zu beziehende Infomaterial kann dabei sehr hilfreich sein.
» Grundsätzlich denke ich aber, dass wir davon ausgehen können, dass keine
» Erzieherin mutwillig irgendein Kind, das ihr anvertraut wird, schädigen
» will. Und es steht uns auch nicht zu darüber zu urteilen, wie ein Mensch
» sich sein Leben einrichtet oder nicht - ganz egal, ob es um rauchen geht
» oder ab welchem Alter man sein Kind fremdbetreuen lässt...
» Ich möchte Dir mit meinem Beitrag hier Mut machen, Dich klar zu
» positionieren - Du bist die Mutter Deines Sohnes. Du kennst ihn am Besten,
» Du hast die Verantwortung für ihn, Du darfst entscheiden. Und jede
» Erzieherin lernt genau das in ihrer Ausbildung und wird Dich so
» respektieren. Sicher sind oft Gewohnheiten da, die nach einmal Reklamieren
» nicht verändert werden. Meine Erfahrung ist aber, wenn man in einer ruhigen
» Situation sachlich und klar formuliert, was einem wichtig ist und auch in
» Kauf nimmt hin und wieder noch einmal daran zu erinnern, sind Erzieherinnen
» durchaus in der Lage diese Wünsche - vorrausgesetzt sie lassen sich in die
» institutionellen Vorraussetzungen integrieren - zu respektieren und
» umzusetzen.

Danke für Deinen Beitrag. Wenigstens hat noch Jemand eine Meinung.
Mir ist es grundsätzlich egal, wie andere Ihr Leben führen. Wenn die Lebensführung Anderer aber mein Leben bzw. das Leben meines Kindes beeinträchtigt, dann ist es mir nicht mehr egal. Man muss auch erst einmal ausgebildete Erzieherin sein, um irgendetwas gelernt zu haben über die Betreuung von Kindern und den Umgang mit den Eltern. Also ich setze voraus, dass eine Kinderbetreuerin (welche Kinder unter 2 Jahren betreut), und eine ausgebildete Erzieherin sowieso, sich mit dem Thema sicherer Kindsschlaf auskennt. Man muss sich doch in jedem Beruf "auf dem Laufenden" halten. Aber diesen Anspruch stellt wohl nicht Jeder an sich. Leider. Die Meinung, dass eine Erzieherin (oder auch nicht) nicht rauchen sollte, wenn sie mit Kindern umgeht und schon gar nicht kurz bevor sie Ihre Arbeit beginnt, werde ich auch nicht ändern. Da kann sie sich auch gleich noch vor der Arbeit "einen hinter die Binde kippen". Ist ja auch nicht verboten, oder?
Außerdem kläre ich alles sachlich. Und erinnere mehrmals daran. Was soll ich denn sonst tun? Man kann nur den Kopf schütteln. Aber wenn es um das Leben und die Gesundheit meines oder anderer Kindes geht, könnte man eigentlich nur noch Weinen über die ganze Sache.

Liebe Grüße

mamavonalex(R)

14.01.2013,
22:29 Uhr

@ Hildegard Jorch
 

Die Angst hört nicht auf...

» Hallo Maximo,
» ich denke, wir sollten mal telefonieren: 0251/862011. Schreib mir mal Deine
» Tel-Nr. per Mail, dann ruf ich Dich auf meinen langen beruflichen
» Autofahrten an und wir haben genug Zeit zum Sprechen.
» Wenn ich Deine Geschichte lese, denke ich, dass Dein Sohn schon ein ALE
» hatte, als er sich so sehr schwer wecken ließ und dass es daher berechtigt
» ist, ihn zumindest mit dem AC oder dem Snuza zu überwachen.
» Desweiteren würde ich gern mit Eurer Kita bzw. mit Eurem Jugendamt Kontakt
» aufnehmen und schauen, ob man vielleicht in Eurer Gegend eine Fortbildung
» für die ErzieherInnen in den Kitas organisiert, ganz unabhängig von Deinem
» Sohn, damit sie alle besser Bescheid wissen, wie sie sich mit Kindern unter
» 2 Jahren zu verhalten haben.
» Und zu Deiner Frage: Insgesamt sterben derzeit ca 250-260 Kinder insgesamt
» in den ersten beiden Lebensjahren am SID, davon sind es ca 180-200 im
» ersten Lebensjahr und 50-60 im zweiten. Also ist das Risiko im 2.LJ schon
» deutlich geringer.
»
» Viele Grüße aus Münster
»
» Hildegard Jorch





Guten Abend Frau Jorch !

Erstmal vielen Dank für Ihre Hilfe und gute Ratschläge hier in Forum an besorgte Eltern.
Ich habe auch Angst vor Sids, sehr grosse sogar.
Mein Sohn ist ein Jahr alt und gehört nicht zur Risikogruppe, aber das heisst ja bei Sids nichts...

Ich kann die Eltern verstehen, die Angst davor haben. In meiner Umgebung keiner redet darüber, das ist ein Tabuthema. Ich lese die Beträge hier und kann die Angst sehr nachvollziehen. Ich habe keinen zum Reden.

Ich überwache meinen Sohn mit AC und Monitor, den habe ich mir privat leihen muessen. Sonst hätte ich nicht geschlafen.

Was mir geholfen hat, das sind Zahlen, Statistiken...
Ich weiss nicht, inwieweit die Zahlen vom statistischen Bundesamt zuverlässig sind. Aber man kann die nachlesen.

Die Zahlen von 2010 sehen so aus:

Von ca. 678000 Geburten sind lt. St. BA 164 Kinder bis zu einem Jahr an Sids
gestorben. Es sind ca. 0,03 % an Risiko, ca. 1 Kind aus 3000.

Über Sids-Opfer über 1 Jahr gibt es keine offizielle Statistik - ich habe es nicht gefunden.
In einem anderen Forum kann man die Fragen an Hrn. Pr. Jorch, der seit mehreren Jahren an Sids forscht und einige Studien geleitet hat, stellen.
Lt. seiner Aussage sind es noch ca. 15 % von 164, die im 2-ten Jahr an Sids sterben. Es wären dann noch ca. 20-25 Kinder.

Sie schreiben hier, es sind noch 50-60 Kinder. Die Zahl finde ich sehr hoch !Sind es Ihre Erfahrungswerte oder offiz.Statistiken? Ich wusste es nicht. Dann werde ich meinen Sohn noch wohl weiter überwachen.


Sorry für diese E-Mail, aber die Angst sitzt mir fest in den Knochen.

Viele Grüsse

Maximo(R)

E-Mail

15.01.2013,
17:58 Uhr

@ mamavonalex
 

Die Angst hört nicht auf...

Hallo mamavonalex und alle Anderen,

ich habe auch weiter nachgeforscht, um Zahlen zu erhalten. Du hast Recht, 2010 sind laut Statistik noch 164 Kinder im ersten Lebensjahr an SIDS gestorben. Genau, das sind sogar "nur" 0,3 Promille (nicht 0,4), also 1 von 3000 Kindern. Über das 2. Lebensjahr findet man wirklich kaum etwas, deswegen habe ich ja hier nachgefragt. Und weil man mit Niemandem drüber reden kann, wie bei Dir.
50-60 Fälle im 2. Lebensjahr erscheint mir auch sehr viel. Habe ich ja schon geschrieben. Die Zahlen haben mich eher erschreckt als beruhigt. Ich habe unter anderem gelesen, dass es 1 Kind von 20.000 im 2. Lebensjahr trifft. Das wären je nach Geburtenzahlen ca. zwischen 30 und 35 Kindern, welche es im 2. Lebensjahr trifft. Das mit den 15% der Fälle im ersten Jahr habe ich auch gelesen. Dann wären es in der Tat ca. 25 Fälle im Jahr.
Was stimmt nun? Woher kommen diese Angaben. Soweit ich weiß, gibt es darüber keine richtige Statistik, oder doch?
Oder unter welchen Umständen sind denn die Kinder im 2. Lebensjahr ums Leben gekommen?

Viele Grüße und ebenfalls noch einmal vielen Dank an Frau Jorch!

Schnecke(R)

15.01.2013,
19:10 Uhr

@ Maximo
 

Die Angst hört nicht auf...

»
» Oder unter welchen Umständen sind denn die Kinder im 2. Lebensjahr ums
» Leben gekommen?

Hallo,

mein Sohn ist vor 19 Jahren im Alter von 13 Monaten gestorben. Er war kerngesund, was man 3 Tage vorher durch einen Check von Kopf bis Fuss festgestellt hat. Ich habe ihn morgens auf der Seite liegend in seinem Bett gefunden. Nach der Obduktion stand eindeutig fest, dass er am SID gestorben ist.

Lieber Gruß

mamavonlina(R)

15.01.2013,
21:34 Uhr

@ Schnecke
 

Die Angst hört nicht auf...

Hallo Mädels,
Das Problem kenne ich auch. Im Internet stößt man auf so viele Widersprüche. Die einen sprechen von 150 die anderen von 400 SIDS Fällen jährlich. Ich dachte immer "nur" 1 Prozent aller SIDS Opfer wären über 12 Monate alt. Das es doch so viele sind macht mir auch größere Angst. Erst gestern bin ich sehr erschrocken als ich mit meiner Tochter Mittagschlaf gemacht habe und von einem furchtbaren Krach wach wurde und. Ich wusste gleich was es war, rannte zum Fenster und stellte mit entsetzen fest das ein Rettungshubschrauber direkt neben unserer Kita gelandet ist. Es stellte sich heute raus das es nix mit der Kita zu tun hat aber ich musste gleich an das Forum denken.
Aber zurück zum Thema. Nicht nur was die Zahlen betrifft herrscht uneinigkeit. Habe vor einiger Zeit eine Seite im Internet entdeckt die belegen will dass bedsharing nicht nur kein Risikofaktor ist sondern sogar als Prävention zu verstehen ist. Je mehr man liest um so mehr Zahlen und Meinungen gibt es.

Eine andere Sache geht mir schon Seit einiger Zeit durch den Kopf und Ich hab lange überlegt ob ich es hier schreibe. Gibt es den plötzlichen Kindstod überhaupt? Versteht das nicht falsch aber ich denke den plötzlichen Tod gibt es in jedem Alter. Mir geht die Geschichte eines Freundes nicht aus dem Kopf. Sein Vater war schon über 50 und lag eines morgens Bewusstlos in der Küche. Seine Frau wurde sofort vom Hund geweckt und sie begann gleich mit der Reanimation. Der Notarzt konnte nicht mehr helfen. Hab dann noch erfahren das er schon länger wegen nächtlicher Atemaussetzer in Behandlung war. Bis auf das Alter klingt es für mich wie ein SIDS Fall zumal bei der Obduktion nur Herz Kreislauf Versagen festgestellt werden konnte. Wie seht ihr das?

Liebe Grüße

Maximo(R)

E-Mail

17.01.2013,
20:40 Uhr

@ mamavonlina
 

Die Angst hört nicht auf...

» Hallo Mädels,
» Das Problem kenne ich auch. Im Internet stößt man auf so viele
» Widersprüche. Die einen sprechen von 150 die anderen von 400 SIDS Fällen
» jährlich. Ich dachte immer "nur" 1 Prozent aller SIDS Opfer wären über 12
» Monate alt. Das es doch so viele sind macht mir auch größere Angst. Erst
» gestern bin ich sehr erschrocken als ich mit meiner Tochter Mittagschlaf
» gemacht habe und von einem furchtbaren Krach wach wurde und. Ich wusste
» gleich was es war, rannte zum Fenster und stellte mit entsetzen fest das
» ein Rettungshubschrauber direkt neben unserer Kita gelandet ist. Es stellte
» sich heute raus das es nix mit der Kita zu tun hat aber ich musste gleich
» an das Forum denken.
» Aber zurück zum Thema. Nicht nur was die Zahlen betrifft herrscht
» uneinigkeit. Habe vor einiger Zeit eine Seite im Internet entdeckt die
» belegen will dass bedsharing nicht nur kein Risikofaktor ist sondern sogar
» als Prävention zu verstehen ist. Je mehr man liest um so mehr Zahlen und
» Meinungen gibt es.
»
» Eine andere Sache geht mir schon Seit einiger Zeit durch den Kopf und Ich
» hab lange überlegt ob ich es hier schreibe. Gibt es den plötzlichen
» Kindstod überhaupt? Versteht das nicht falsch aber ich denke den
» plötzlichen Tod gibt es in jedem Alter. Mir geht die Geschichte eines
» Freundes nicht aus dem Kopf. Sein Vater war schon über 50 und lag eines
» morgens Bewusstlos in der Küche. Seine Frau wurde sofort vom Hund geweckt
» und sie begann gleich mit der Reanimation. Der Notarzt konnte nicht mehr
» helfen. Hab dann noch erfahren das er schon länger wegen nächtlicher
» Atemaussetzer in Behandlung war. Bis auf das Alter klingt es für mich wie
» ein SIDS Fall zumal bei der Obduktion nur Herz Kreislauf Versagen
» festgestellt werden konnte. Wie seht ihr das?
»
» Liebe Grüße

Ich denke, wenn 400 SIDS Fälle genannt werden, dann stützt sich dies einfach auf veraltete Daten. Die Seiten werden ja nicht ständig aktualisiert bzw. die Verfasser haben sich nicht über aktuelle Zahlen informiert.
Ich denke auf jeden Fall auch, dass es sich bei SIDS meist um ein multifaktorielles Ereignis handelt. Bei den Fällen in den ersten Monaten liegt es sicher oft hauptsächlich an einer Unreife des Atemzentrums im Gehirn. Die Kinder hören also einfach auf zu atmen. Nach einem Atemaussetzer kommt kein Reiz zum Weiteratmen.
Da sich manche Kinder retten lassen und andere aber nicht, muss SIDS unterschiedliche Ursachen haben. Daher gibt es auch so viele Theorien, von denen wahrscheinlich auch so manche der Wahrheit entsprechen bzw. bei einem SID mehrere vermutete Ursachen unglücklich aufeinandertreffen.
Plötzliche Todesfälle gibt es in jedem Alter. Und natürlich können Apnoen auch im Erwachsenenalter zum Tode führen.

Liebe Grüße

Maximo(R)

E-Mail

17.01.2013,
19:52 Uhr

@ Schnecke
 

Die Angst hört nicht auf...

» »
» » Oder unter welchen Umständen sind denn die Kinder im 2. Lebensjahr ums
» » Leben gekommen?
»
» Hallo,
»
» mein Sohn ist vor 19 Jahren im Alter von 13 Monaten gestorben. Er war
» kerngesund, was man 3 Tage vorher durch einen Check von Kopf bis Fuss
» festgestellt hat. Ich habe ihn morgens auf der Seite liegend in seinem Bett
» gefunden. Nach der Obduktion stand eindeutig fest, dass er am SID gestorben
» ist.
»
» Lieber Gruß

Hallo Schnecke,

vielen Dank für Deine Antwort.
Es tut mir sehr leid, dass Du das erleben musstest! Auch nach 19 Jahren kommst Du nicht zur Ruhe und bist in diesem Forum. Es ist das Schrecklichste, was Eltern passieren kann und man wird es nie wirklich verarbeiten und immer nach dem Warum suchen.

Liebe Grüße

mamavonlina(R)

31.01.2013,
12:48 Uhr

@ Maximo
 

Die Angst hört nicht auf...

Hallo Maximo,
ich hatte heute das Eingangsgespräch mit der Krippenleiterin. Ich hab ihr von meiner Angst erzählt und gefragt ob es möglich wäre dass meine Tochter, zumindest am Anfang, den Snuza um bekommt. Sie sagte das wäre gar kein Problem da es ja auch kein großer Aufwand ist. Ich freu mich total das sie soviel Verständnis haben!
Wie geht es deinem kleinen Mann? Habt ihr immer noch Probleme in der Krippe?
Liebe Grüße

Maximo(R)

E-Mail

01.02.2013,
13:55 Uhr

@ mamavonlina
 

Die Angst hört nicht auf...

» Hallo Maximo,
» ich hatte heute das Eingangsgespräch mit der Krippenleiterin. Ich hab ihr
» von meiner Angst erzählt und gefragt ob es möglich wäre dass meine Tochter,
» zumindest am Anfang, den Snuza um bekommt. Sie sagte das wäre gar kein
» Problem da es ja auch kein großer Aufwand ist. Ich freu mich total das sie
» soviel Verständnis haben!
» Wie geht es deinem kleinen Mann? Habt ihr immer noch Probleme in der
» Krippe?
» Liebe Grüße

Hallo mamavonlina,

das freut mich, dass Euch so viel Verständnis entgegengebracht wird. Bin schon gespannt, was Du berichtest, wenn es soweit ist und Deine Kleine in die Krippe kommt. Glaub mir, die Angst wird nicht besser, auch wenn Deine Lina ein Jahr ist. Da Du ähnlich besorgt bist, wie ich, wird Dir das bis zu ihrem 2. Geburtstag keine Ruhe lassen. Ist in Eurer Krippe jemand im Schlafraum anwesend, wenn die Kinder schlafen bzw. wird die Tür offen gelassen oder ein Babyphon benutzt? Damit sie überhaupt den Alarm hören, vor allem, wenn sie auf dem Bauch liegt. Und überleg mal, was ist, wenn es ständig zu (Fehl)alarmen kommt, wie bei Dir selbst auch und die anderen Kinder geweckt/gestört werden. Ich glaube, dann ist es schnell vorbei mit dem Verständnis. Vor allem sie sind ja nicht geübt in der Anwendung des Snuza.

Ich verdränge meine Sorgen von Montag bis Donnerstag so gut wie möglich durch die Arbeit und freitags hole ich meinen Sohn nach dem Mittagessen ab, da ich freitags momentan nicht arbeite. Ansonsten nerven sie mich jeden Tag damit, wie kurz er denn nur geschlafen hat mittags oder manchmal gar nicht geschlafen hat, weil wir ja wollen das er im Gemeinschaftsraum schläft, damit wenigstens ab und zu mal jemand nach ihm schaut. Und das nervt sie. Weil im Schlafraum würde er ja viel besser schlafen... und sie müssten das Bett nicht jeden Tag raus und rein räumen. Und wir haben dann gar nichts von ihm, da er so zeitig ins Bett muss, weil er mittags nicht lange genug schlafen kann... usw.
Übrigens haben wir jetzt auch die AC Bewegungsmatten, da der Snuza letztens in der Nacht von Freitag auf Samstag kaputt gegangen ist und nur noch rumgesponnen hat. So haben wir samstags nur noch die AC Matten bei Babyw... ergattern können, damit wir überhaupt schlafen können. Den Snuza hab ich gleich noch mal bestellt und der kam dann am Montag. So sind wir jetzt auch doppelt abgesichert. :-)

Liebe Grüße

P.S.: Mein Kleiner schläft übrigens auch oft fast im Sitzen ein. Er will nicht ins Bett gelegt werden. Er setzt sich immer wieder hin, so dass ich mich meistens mit ihm in mein Bett legen muss, bis er eingeschlafen ist. Dann bette ich ihn um.

mamavonlina(R)

01.02.2013,
19:36 Uhr

@ Maximo
 

Die Angst hört nicht auf...

Hallo Maximo,
das ist ja interessant das dein Schatz auch ein sitzschläfer ist! Es beruhigt mich das zu hören.
Finde es aber unglaublich wie unterschiedlich die Kinderbetreuung gehandhabt wird! Nicht nur dass in unserer Krippe die ganze Zeit Jemand im Schlafraum ist, man versucht sogar die Bauchschläfer wenn sie eingeschlafen sind auf den Rücken zu drehen. Ich habe allerdings die gleichen bedenken bezüglich des Snuza wie du. Da ich auch die Angel Care Matten habe lasse ich sie den Mittagschlaf jetzt ohne Snuza machen. Falls es bis zum Krippenstart keinen Alarm gibt lasse ich sie in der Krippe ohne Snuza schlafen. Zumal er sich in letzter Zeit sehr schwer abschalten lässt. Mir ist aufgefallen das sie trotz Bauchlage im eigenen Bett kaum Snuza Alarm hat im Gegensatz dazu wenn sie bei mir schläft.
Wenn du jetzt auch doppelt Überwachst wäre es interessant zu erfahren ob es bei dir auch so wie bei uns ist und es zwar Snuza aber keinen Angel Care Alarm gibt. Nachts geh ich lieber auf Nummer sicher; )
Ich find das echt furchtbar dass ihr von den Erziehern als Belastung empfunden werdet! Es ist doch nicht zuviel verlangt dass Jemand im Schlafraum anwesend ist.

mamavonlina(R)

01.02.2013,
19:38 Uhr

@ mamavonlina
 

Die Angst hört nicht auf...

» Hallo Maximo,
» das ist ja interessant das dein Schatz auch ein sitzschläfer ist! Es
» beruhigt mich das zu hören.
» Finde es aber unglaublich wie unterschiedlich die Kinderbetreuung
» gehandhabt wird! Nicht nur dass in unserer Krippe die ganze Zeit Jemand im
» Schlafraum ist, man versucht sogar die Bauchschläfer wenn sie eingeschlafen
» sind auf den Rücken zu drehen. Ich habe allerdings die gleichen bedenken
» bezüglich des Snuza wie du. Da ich auch die Angel Care Matten habe lasse
» ich sie den Mittagschlaf jetzt ohne Snuza machen. Falls es bis zum
» Krippenstart keinen Alarm gibt lasse ich sie in der Krippe ohne Snuza
» schlafen. Zumal er sich in letzter Zeit sehr schwer abschalten lässt. Mir
» ist aufgefallen das sie trotz Bauchlage im eigenen Bett kaum Snuza Alarm
» hat im Gegensatz dazu wenn sie bei mir schläft.
» Wenn du jetzt auch doppelt Überwachst wäre es interessant zu erfahren ob es
» bei dir auch so wie bei uns ist und es zwar Snuza aber keinen Angel Care
» Alarm gibt. Nachts geh ich lieber auf Nummer sicher; )
» Ich find das echt furchtbar dass ihr von den Erziehern als Belastung
» empfunden werdet! Es ist doch nicht zuviel verlangt dass Jemand im
» Schlafraum anwesend ist.
Liebe Grüße (hatte ich vergessen)

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