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Weitere Informationen über die GEPS und den Plötzlichen Säuglingstod (Plötzlicher Kindstod / SID) finden Sie auf den Internetseiten unter http://www.geps.de.

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ralf

E-Mail

29.07.2005,
07:50 Uhr
 

Aufklärung (Prävention)

Hallo,

heute kam ich durch Zufall auf die Idee mich über den Plötzlichen Säuglingstod im Internet zu Informieren. So gelangte ich auch an dieses Forum der GEPS.

Damals, als 1996 unsere Samantha verstarb, bekamen wir Kontakt zu GEPS.

Über SIDS haben wir erst erfahren, als es für uns zu spät war. Obwohl viele Anzeichen bzw. Symptome da waren.

Nun lese ich auf der Interseite hier, dass seid 1991 öffentlichkeitsarbeit geleistet wird und Flugblätter bzw. Broschüren vorhanden sind und verteilt werden. Auch dass darauf hin die Anzahl von SIDS-Fällen gesunken sei.

Jetzt frage ich mich natürlich ernsthaft, warum wir diese Information damals nicht erhalten haben? In einem Gespräch mit unserem damaligen Kinderarzt stellte ich diese Frage auch, warum Eltern nicht aufgeklärt würden. Die Antwort war kurz und ernüchternd zugleich. Man wolle Panik vermeiden. Ich kann mich gut erinnern, dass ich darauf sagte lieber Panik als ein totes Kind.

Wie ich heute feststellen konnte (im laufe dieser Nacht) sind noch immer sehr viele betroffen und die Vermutungen nehmen stark zu. (zb. Giftige Gase aus Matratzen).

Ich kann es nicht verstehen, dass junge Eltern nicht aufgeklärt werden. Jede schwangere Frau geht zur Frauenärztin/Arzt. Warum gibt es kein Faltblatt mit Tips, welches jede Schwangere automatisch erhält? Zb über die sinnvolle Einrichtung des Kinderzimmers, Plastikabdeckung der Matratze, ....? Und überhaupt um erstmal die Idee zu Wecken, dass mit dem Kind etwas passieren könnte im Schlaf.

Dann wäre es jedem Elternpaar selbst überlassen, in wie weit das Interesse geht und wie weit man sich selbst um weitere Informationen bemüht.

Doch ein erster Denkanstoss sollte meiner Meinung nach automatisch beim Arztbesuch kommen.

Anmerken möchte ich hier noch, dass wir glückliche Eltern einer knapp 8 Jahre alten Tochter sind, welche die ersten 15 Monate nachts am Monitor schlief.
Die erneute sehr baldige Schwangerschaft war für uns damals die Stütze und die Motivation überhaupt etwas zu haben, ein Ziel.

Ralf

Hildegard Jorch(R)

E-Mail

Münster,
23.08.2005,
11:23 Uhr

@ ralf
 

Aufklärung

Hallo Ralf,
ich kann aus Deinem Beitrag leider nicht sehen, wo Du wohnst. Aber es gab und gibt sicher auch heute noch Kinderärzte, die die Eltern nicht generell zum SID aufklären; Begründung wie bei Euch damals "keine Panik schüren". In vielen Bundesländern laufen aber mittlerweile öffentliche Aufklärungsarbeiten von Seiten der Landesministerien und Kinderärzte werden auch von dort aus aufgefordert, Aufklärungsarbeit zu leisten.
Wenn Du magst, kannst Du Dich auch daran beteiligen.
Melde Dich, wenn Du Infomaterial dazu brauchst, was Du verteilen kannst: bei Eurem Kinderarzt, bei Eurem Gynäkologen, in Apotheken, in Kindergärten usw. usw. Dir fallen sicher noch mehr Stellen ein.
Die Broschüre "Die optimale Schlafumgebung für Ihr Baby" klärt die Eltern über Risikofaktoren und Unfallquellen auf, die sie als Eltern gut beeinflussen können. Über jede Mithilfe in der Präventionsarbeit sind wir dankbar. So gehen wir gemeinsam auf das gleiche Ziel zu: weniger Kinder sterben am Plötzlichen Säuglingstod.

Liebe Grüße aus Münster


Hildegard Jorch

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Präsidentin der GEPS- Deutschland e.V.
Vorsitzende der GEPS-NRW e.V.

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